Vortrag Dr. Stefan Hesse: „Verbrechen und Archäologie“


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In dem Vortrag „Verbrechen und Archäologie“ schildert der Rotenburger Kreisarchäologe Dr. Stefan Hesse die Verbindungen von Archäologie und Kriminalistik. Besonders offensichtlich
wird sie bei der Erforschung von Moorleichen, wo auch die Kreisarchäologie Rotenburg bereits mit dem Landeskriminalamt in Düsseldorf und der rechtsmedizinischen Institut in Hamburg zusammen arbeitete. Jedoch werden bisweilen sogar Handlungen von Kriminalromanen in das archäologische Tätigkeitsfeld verlegt.

Die Gründe hierfür werden an dem Beispiel von Leben und Wirken der berühmten Autorin Agatha Christi erläutert, bei der die Verbindung zur Archäologie am deutlichsten wird. Sie hat ihre Romanfigur Eric Leidner in dem Roman „Tod in Mesopotamien“ die Worte „Sie wären ein guter Archäologe, Monsieur Poirot, Sie haben die Gabe, die Vergangenheit lebendig zu machen.“ sprechen lassen. Aber auch in der täglichen Arbeit ist der Archäologe mit Gesetzesbrechern konfrontiert. Sei es im Zuge von Raubgrabungen, Hehlerei oder Betrug. Dafür werden aktuelle Fälle, aber auch kuriose Begebenheiten aus der Vergangenheit aufgeführt, wie etwa Fossilien von kompletten Tieren – aber auch Sternen und Kometen – auf die im 18. Jahrhundert ein Würzburger Professor herein fiel.

Verbrechen spiegeln sich aber auch im archäologischen Befund wider. So soll auch die Frage aufgeworfen werden, wie ein Verbrechen überhaupt archäologisch festgestellt werden kann. Danach wendet sich der Vortrag Fällen von Mord, Grabraub, Betrug und Diebstahl zu. Es werden u.a. die Fragen aufgeworfen, wie die Massengräber der Jungsteinzeit in Talheim und
Schletz zu deuten sind, was mit dem Grab von Gorm dem Älteren in Jelling geschah, was eine Seemannskiste eines Wikingers im Hafen von Haithabu macht, wie man im römischen Xanten
betrog und was Fluchtäfelchen uns sagen.

Ratssaal im Rathaus Bad Fallingbostel, Vogteistr. 1.

Eintritt: 5,00 €

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