Vortrag Ivonne Baier M.A.: „Von Caesar bis Ridley Scott… Das Bild der Germanen im Wandel der Zeit“


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Johannes Gehrts: Armin verabschiedet sich von Thusnelda, 1884
Johannes Gehrts: Armin verabschiedet sich von Thusnelda, 1884

Wild und barbarisch die Menschen – nebelig und unwirtlich die Landschaft. So treten uns in antiken Quellen die Germanen und das von ihnen besiedelte Land entgegen. Caesar war der erste, der die Germanen umfassender beschrieb, und sie damit zu einer historischen Realität machte. Caesar war in seinen Werken jedoch nicht an einer mehr oder minder objektiven Schilderung von Tatsachen gelegen, sondern an das Bild seiner Taten, das er nach Rom vermittelte. Die „Germanen“ sind daher ohne Rom nicht denkbar. Von anderen antiken Autoren aufgegriffen, wurde ein Bild der wilden ungezähmten aber auch freien Barbaren geschaffen, das bis in heutige Tage hinein wirkt. Mit diesem Bild sollten eigene Taten überhöht oder der als dekadent geltenden römischen Gesellschaft ein Spiegel vorgehalten werden. Ein Bild das noch 2000 Jahre später bestand hat. Es begegnet uns in der Malerei des 18. und 19. Jahrhunderts, in Theateraufführungen aber auch in aktuellen Hollywood-Kinofilmen und Fernsehdokumentationen. Wieviel ist Realität, wieviel Fiktion? Einige Bilder wie gehörnte oder geflügelte Helme bzw. das schnell übergeworfene Fell ist vielleicht schnell als Klischee zu enttarnen, anderes ist auf dem ersten Blick nicht so offensichtlich.

Der Vortrag „Von Caesar bis Ridley Scott… Das Bild der Germanen im Wandel der Zeit“ möchten sich den Ursprüngen, wie auch der (film-)historischen und zeitgenössischen Rezeption der Darstellung der Germanen widmen.

Die Referentin: Ivonne Baier M.A. hat in Berlin und Göttingen Archäologie studiert. Sie war im Forschungs­projekt Marwedel an der Ausgrabung und Aufarbeitung einer Siedlung der Römischen Kaiserzeit beteiligt und forscht derzeit im Rahmen ihrer Doktorarbeit über die Keramik der kaiserzeitlichen Siedlung bei Groß Meckelsen. Sie zählt zu den besten Kennern der regionalen Römischen Kaiserzeit.

Ort:        Kreishaus Rotenburg, großer Sitzungssaal (Hopfengarten 2, 27356 Rotenburg)
Zeit:       07.02.2019; 19:00 Uhr
Kosten:  kostenloser Eintritt

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